6. Alte Schachteln
Was wurde zuerst erfunden: Internet oder Selfie-Stick?
Selfie-Stick
Das Internet gab es lange bevor Tim Berners-Lee das World Wide Web entwickelte. Gut eine Million Nutzer, in der Regel Fachleute aus der akademischen Welt, nutzen bereits E-Mails, um Informationen auszutauschen. Eine auf Webseiten basierende Struktur, wie wir sie heute kennen, gibt es damals aber noch nicht. Diese erschafft Berner-Lee, als er 1989 für das Forschungsinstitut CERN den ersten Webbrowser entwickelt.
Den Selfie-Stick gab es da schon - obwohl es bis zur Erfindung des Smartphones noch eine ganze Weile dauern würde. Der Japaner Hiroshi Ueda war es leid, ständig fremde Menschen fragen zu müssen, ob sie ein Foto von ihm und seiner Frau vor Sehenswürdigkeiten machen könnten. Also montierte er seine Kompaktkamera auf ein Gestänge und meldete 1984 das erste Patent für einen Selfie-Stick an. Gebraucht hat seine Erfindung damals noch niemand: Das Patent lief 2003 aus, ohne große Beachtung gefunden zu haben.
Was wurde zuerst erfunden: Kamera oder Telefon?
Telefon
Der Franzose Louis Aimé Augustin Le Prince war von klein auf fasziniert von Lichtbildern und ihrer Funktionsweise. Er bewunderte die Serienfotos von Eadweard Muybridge, die Bewegungsabläufe von Tieren und Menschen festhielten. Dann, 1886, konstruiert Le Prince eine Kamera, die 16 Bilder in der Sekunde aufnehmen kann - die erste Filmkamera. Die Erfindung macht schnell Karriere. 1895 führen die französischen Brüder Louis und Auguste Lumière Kurzfilme, mit ihrem „Kinematografen“ auf Zelluid gebannt, in einem abgedunkelten Pariser Salon vor; die Zuschauer sind restlos begeistert.
Ganz anders ging es da Philipp Reis, als er 1861 seine Erfindung dem Physikalischen Verein Frankfurt vorstellte: das Telefon. Die Wissenschaftler lauschen gebannt, aus dem Apparat hallt leise „Oh, du lieber Augustin“, gesungen im gegenüberliegenden Gebäude. Dann klatschen sie höflich, halten die Erfindung aber für unnütze Spielerei. Reis Idee scheint zu sterben. In den USA jedoch findet sie einen heute weltberühmten Anhänger: 1862 besorgt sich Alexander Graham Bell ein Reis-Telefon und arbeitet damit. Am 14. Februar 1875 reicht er das Telefon in Washington zum Patent ein.
Was wurde zuerst erfunden: Glühbirne oder Fallschirm?
Glühbirne
Käthe Paulus benutzte das erste Mal einen Fallschirm, als eben jener Wilbur Wright noch gar nicht daran dachte, den ersten Motorflug der Welt zu wagen: 1893. Die 24-Jährige stürzt sich von einem Heißluftballon aus in die Tiefe, gesichert ist sie nur durch ihren selbstgenähten Fallschirm. Als „Miss Polly“ tritt sie bald in ganz Europa auf, zu ihren Shows in London, Nizza oder Paris kommen bis zu 20 000 Menschen. Legendär ist ihr Doppelabsturz: Kurz nach dem Sprung aus dem Ballon öffnet Paulus ihren Fallschirm. Diesen löst sie aber zum Schrecken des Publikums, um erneut gen Erdboden zu stürzen. Erst dann öffnet sie den zweiten Fallschirm. Weil Paulus Schneiderin ist, erfindet sie 1916 den ersten sogenannten Paketfallschirm, der in einen Rucksack passt.
Die Glühbirne erleuchtet zu diesem Zeitpunkt bereits die Wohnzimmer wohlbetuchter Gesellschaftsschichten. Das Prinzip, dass ein Draht im Vakuum nur glüht und nicht verbrennt, war lange bekannt. Jedoch verbesserte Thomas Edison 1879 das Prinzip und entwickelte die heutige Glühbirne, sodass elektrische Helligkeit endlich massentauglich wurde.
Was wurde zuerst erfunden: Flugzeug oder U-Boot?
U-Boot
Bevor der Mensch durch die Lüfte segelte, tauchte er ab. Der Holländer Cornelius van Drebbel baute bereits um 1620 das erste manövrierfähige Tauchboot: Ein eingeschlossenen, mit eingefettetem Leder überzogenen Ruderboot bewegte sich etwa viereinhalb Meter tief in der Londoner Themse. Mehr als 150 Jahre später, im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, wird zum ersten Mal ein U-Boot militärisch eingesetzt. Sergeant Ezra Lee versucht mit seinem Ein-Mann-Tauchboot ein Loch in das britische Kriegsschiff „Eagle“ zu bohren und dort eine Unterwassermine mit Zeitzünder zu befestigen.
Lee scheitert - und hat so etwas mit dem Erfinder Albrecht Ludwig Berblinger gemein. Der „Schneider von Ulm“ stürzt bei der Vorführung seines Gleitfliegers unter dem Gejohle zahlreicher Zuschauer in die Donau. Der erste veritable Motorflug gelingt erst 1910: Einen Viertelkilometer legt der Amerikaner Wilbur Wright in der Luft zurück.
Was wurde zuerst erfunden: Stahl oder Beton?
Beton
Bereits vor 11.000 Jahren befestigten Menschen in Anatolien ihre Fußböden mit betonartigen Materialen. Dann, im 3. Jahrhundert v. Chr., begannen Architekten der Phönizier, systematische Mischungen aus Sand, Steinen, Wasser und gebranntem Kalkstein herzustellen. Erst um 150 v. Chr. schufen sie den ersten hydraulischen, bis heute verwendeten Beton. Dazu mischten sie auch vulkanische Asche von den Hängen des Vesuv bei.
Die Kunst, aus Eisenerz erst Roheisen zu gewinnen und dann zu Stahl zu veredeln, beherrschen Menschen seit mehr als 3000 Jahren. Es war jedoch erst eine Erfindung des Engländers Henry Bessemer, der die Massenproduktion hochwertigen Stahls ermöglichte: In einen birnenförmigen Behälter wird flüssiges Roheisen eingelassen, dann Luft durch die glühende Masse geblasen, sodass Kohlenstoff und andere unerwünschte Bestandteile im Schmelzgut verbrennen. Mit der „Bessemer-Birne“ brach das Zeitalter des Stahls an.
In welchem Land lebt die aktuell älteste Frau (116 Jahre) der Welt?
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A
Indien
B
China
C
Venezuela
D
England
Ethel Caterham aus Großbritannien ist derzeit der älteste Mensch der Welt, nachdem die vorherige Inhaberin des Titels, die 116 Jahre und 311 Tage alte Susannah Mushatt Jones aus den USA, im Mai 2016 verstorben war. Jeanne Calment aus Frankreich, die mit 122 Jahren und 164 Tagen die älteste verifizierte Person der Geschichte ist, starb 1997.













