Was wurde zuerst erfunden: Stahl oder Beton?
Beton
Bereits vor 11.000 Jahren befestigten Menschen in Anatolien ihre Fußböden mit betonartigen Materialen. Dann, im 3. Jahrhundert v. Chr., begannen Architekten der Phönizier, systematische Mischungen aus Sand, Steinen, Wasser und gebranntem Kalkstein herzustellen. Erst um 150 v. Chr. schufen sie den ersten hydraulischen, bis heute verwendeten Beton. Dazu mischten sie auch vulkanische Asche von den Hängen des Vesuv bei.
Die Kunst, aus Eisenerz erst Roheisen zu gewinnen und dann zu Stahl zu veredeln, beherrschen Menschen seit mehr als 3000 Jahren. Es war jedoch erst eine Erfindung des Engländers Henry Bessemer, der die Massenproduktion hochwertigen Stahls ermöglichte: In einen birnenförmigen Behälter wird flüssiges Roheisen eingelassen, dann Luft durch die glühende Masse geblasen, sodass Kohlenstoff und andere unerwünschte Bestandteile im Schmelzgut verbrennen. Mit der „Bessemer-Birne“ brach das Zeitalter des Stahls an.

