Was wurde zuerst erfunden: Glühbirne oder Fallschirm?
Glühbirne
Käthe Paulus benutzte das erste Mal einen Fallschirm, als eben jener Wilbur Wright noch gar nicht daran dachte, den ersten Motorflug der Welt zu wagen: 1893. Die 24-Jährige stürzt sich von einem Heißluftballon aus in die Tiefe, gesichert ist sie nur durch ihren selbstgenähten Fallschirm. Als „Miss Polly“ tritt sie bald in ganz Europa auf, zu ihren Shows in London, Nizza oder Paris kommen bis zu 20 000 Menschen. Legendär ist ihr Doppelabsturz: Kurz nach dem Sprung aus dem Ballon öffnet Paulus ihren Fallschirm. Diesen löst sie aber zum Schrecken des Publikums, um erneut gen Erdboden zu stürzen. Erst dann öffnet sie den zweiten Fallschirm. Weil Paulus Schneiderin ist, erfindet sie 1916 den ersten sogenannten Paketfallschirm, der in einen Rucksack passt.
Die Glühbirne erleuchtet zu diesem Zeitpunkt bereits die Wohnzimmer wohlbetuchter Gesellschaftsschichten. Das Prinzip, dass ein Draht im Vakuum nur glüht und nicht verbrennt, war lange bekannt. Jedoch verbesserte Thomas Edison 1879 das Prinzip und entwickelte die heutige Glühbirne, sodass elektrische Helligkeit endlich massentauglich wurde.

